Es ist unumstritten, dass Smartphones, Tablets und Apps unser Leben in vielen Bereichen in den letzten Jahren verändert haben. Sprachenlernen wird von solchen Geräten und Programmen stark beeinflusst, insbesondere bei jungen Leuten, die mit Computern und Smartphones schon als Kleinkind zu tun hatten.

Wenn man Suchbegriffe wie „Sprachschule München“ oder „Englischkurs“ usw. in Google Trends sucht, sieht man eindeutig, dass deren Suchvolumen vor 10 Jahren doppelt so groß wie heute war. Dagegen bäumt sich die Kurve für Suchbegriffe wie „Sprachen App“ in den letzten fünf Jahren auf. Hier finden Sie die 5 populärsten Apps zum Sprachenlernen, aber funktioniert Sprachenlernen mit Apps tatsächlich?

Warum werden die Apps zum Sprachenlernen immer populärer?

Wir denken, dass die zwei wichtigsten Gründe der steigenden Popularität der Apps zum Sprachenlernen folgende sind:

1 – der geringe Kostenaufwand: Eine App ist wesentlich günstiger als ein traditioneller Sprachkurs – viele Apps sind sogar kostenlos;

2 – die Tragbarkeit: Mit einer App kann man überall und jederzeit lernen, man ist zeitlich nicht verbunden, wie beim Sprachkurs.

Natürlich gibt es auch weitere Vorteile, wenn man eine Sprache mit Apps lernen will:

  • Viele Apps verwenden Quiz, Animationen, Musik usw., die einfach Fun sind;
  • die meisten Apps senden Reminders, damit man motiviert ist, zu üben;
  • die Fehler, die bei den Übungen gemacht werden, werden automatisch gespeichert und wiederholt.

 

Kann man tatsächlich eine Sprache nur mit Apps lernen?

Es gibt natürlich auch Nachteile, wenn man eine Sprache mit Apps lernen möchte:

  • Eine Sprache ist im Grunde genommen die Kommunikation zwischen Personen, die keine berechenbaren Roboter sind, und dazu kommen die Gestik, der Ton, die ganze visuelle und kinästhetische Kommunikation, die auch die Mentalität, Kultur, Geschichte eines Volkes vermitteln. Nicht umsonst ist das Motto des Tascla-Sprachcenters „Wir öffnen Welten“ (mehr dazu). Das alles kann man mit einer App nicht so einfach ersetzen, insbesondere wenn man fortgeschritten ist;
  • in der reellen Interaktion mit einem Sprachtrainer, kann man auch Fragen stellen und der Unterrichtsinhalt kann angepasst werden – die Apps sind dagegen standardisiert;
  • die meisten Leute sind nicht genug diszipliniert, um eine Sprache auf Dauer ganz alleine mit einer App zu lernen – egal wie viele Reminders gesendet werden;
  • alle Spiele, Animationen usw. sind am Anfang Fun, aber auf Dauer werden sie ziemlich langweilig.

Fazit: Eine App kann nicht einen Sprachtrainer zu 100% ersetzen

Eine App zum Sprachenlernen kann ein Kick-off für Anfänger sein, aber Fortgeschrittene brauchen zweifellos mehr als die beschränkten Aufgaben, die die heutigen Apps anbieten können; vielleicht werden wir in der Zukunft über Roboter verfügen, die einen echten Sprachtrainer zu 100% ersetzen können!

Heutzutage können Apps nützliche Vokabel- und Grammatiktrainer sein, aber wir haben noch keinen Sprachlernenden kennengelernt, der allein nur mit einer App irgendeine Sprache gelernt hat. Das heißt nicht, dass man eine Sprache ausschließlich mit einem Trainer lernen muss, man kann auch direkt ins Land der Zielsprache reisen oder dort wohnen, um die durch Apps erworbene Sprachkenntnisse üben zu können – und viel, viel sprechen!

Tascla-Team