Das authentische Material: ein Beispiel

Wie oft haben Sie so einen Zettel in Ihrer Heimat gesehen?

Im Tascla-Sprachcenter verwenden wir gerne das sogenannte authentische Material bzw. alles, was von Muttersprachlern für Muttersprachler erstellt wurde. Wichtig ist, dass das Material nicht ausdrücklich auf das Erlernen einer Sprache abzielt. Es soll „real life“ sein, wie das Foto links, das am Anfang des Unterrichts gezeigt werden könnte, um eine Diskussion zu starten.

Ich habe den Zettel auf dem Weg zum Büro vor einigen Tagen fotografiert und glaube, dass man verschiedene Informationen zwischen den Zeilen lesen kann: Es handelt sich wahrscheinlich um eine ältere Person, weil „muß“ mit der alten Rechtschreibung geschrieben wurde. Der Sprachstil ist formal und enthüllt einen subtilen Ärger. Ich finde, dass der Zettel ein wenig der deutschen Mentalität entspricht. Man könnte darüber viel sagen. Was meinen Sie dazu? Sie können gerne Ihren Kommentar unten hinterlassen.

Im Allgemeinen ist es ein guter Tippimmer die Augen offen zu halten und jede Gelegenheit zu nutzen, um neue Vokabeln, Redewendungen und auch die Mentalität der Länder Ihrer Zielsprache zu lernen, sei sie im „real life“, Internet, Kino usw. Das berühmte Motto von Steve Jobs „stay hungry, stay foolish“ stimmt auch beim Sprachenlernen!

Nur zur Information wurde die Tüte nach verschiedenen Tagen immer noch nicht benutzt. Wer weiss, ob der Hundebesitzer trotzdem ein bisschen fleißiger geworden ist?

Claudia Tasso

Geschäftsführerin des Tascla-Sprachcenters München

PS: dieser Beitrag wurde von keinem Muttersprachler geprüft, ich bitte um Ihr Verständnis, wenn Sie Fehler in der Sprache finden. Ich bin auch immer noch eine Deutschlernende, die davon überzeugt ist, dass Schreiben die beste Übung ist!

 

Abschreiben des Zettels:

„Lieber Hundebesitzer(in)!

Seit Tagen muß ich die Hinterlassenschaft Ihres Hundes entfernen.

Ich würde Sie bitten, den Kot Ihres Hundes selbst zu entsorgen.

Anbei eine Tüte.

Vielen Dank“